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Bäume
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Wissenshäppchen über Bäume

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Andreas H.

Der größte Baum der Welt ist ein Küsten-Mammutbaum (Sequoia sempervirens) in Kalifornien. Dieser Mammutbaum trägt den Namen «Hyperion» und erreicht eine Wuchshöhe von 115 Meter.

Der größte Baum Deutschlands ist eine Douglasie, die im Freiburger Stadtwald steht und eine Höhe von 66.6 Metern erreicht.

Der dickste Baum der Welt ist wahrscheinlich eine Sumpf-Zypresse (Taxodium mucronatum) in Mexiko. Dieser Baum trägt den Namen «El Gigante» und ist etwa 1500 Jahre alt. «El Gigante» hat einen Stammdurchmesser von 14 Metern und einen Umfang von über 46 Metern.

Der dickste Baum Deutschlands ist wahrscheinlich eine Linde im Emlsand mit einem Umfang von 18 Metern.

Der älteste Baum der Welt ist wahrscheinlich die Fichte «Alt Tjikko» in Schweden. Ihr Alter wird auf 9500 Jahre geschätzt.

Je nachdem wie gerechnet wird, ist die Klonkolonie «Pando» in Utah der älteste Baum der Welt. «Pando» ist eine amerikanische Zitterpappel und wächst seit 80.000 Jahren. Aus ihren ausgebreiteten Wurzeln wachsen immer wieder neue Stämme, mittlerweile gibt es bereits 47.000 Stämme. All diese Stämme teilen die gleiche DNA und sind unterirdisch durch ein gemeinsames Wurzelsystem verbunden. Damit ist «Pando» auch das älteste und auch das schwerste Lebewesen der Welt.

Der älteste Baum in Deutschland ist wahrscheinlich eine Linde im hessischen Schenklengsfeld, deren Alter auf etwa 1200 Jahre geschätzt wird.

Bäume sind eher unterirdische Wesen. Der oberirdische Teil wiegt weniger als der unterirdische Teil. Dabei zählt die ganze Biomasse des Baumes, auch symbiontische Pflanzen, Tiere und Mikroben. Unterirdisch sind Bäume in Wäldern auch durch Mykorrhiza-Netzwerke miteinander verbunden. Über dieses Netzwerk kommunizieren die Bäume auch miteinander.

Da Bäume mehrheitlich unterirdische Wesen sind, ist der Boden sehr wichtig. Dieser sollte weder verdichtet noch versiegelt sein. Das unterirdische Leben kann durch Mulchen gefördert werden. Ansonsten ist es oft am besten, den Boden in Ruhe zu lassen.

Das Geheimnis der Kastanie:
Hier ist ein kleines grünes Haus.
Und in dem stacheligen grünen Haus
versteckt sich ein kleines braunes Haus.
Und in dem glatten braunen Haus
versteckt sich ein kleines gelbes Haus.
Und in dem kühlen gelben Haus
versteckt sich ein kleines weißes Haus.

Die rundliche Gestalt der Apfelbaumkrone ähnelt stark der Form von Äpfeln. Die längliche Form der Krone des Birnbaums dagegen ähnelt mit ihrem Aussehen der Birne.

Jedes Jahr bilden Buchen Früchte aus, doch schwankt deren Menge beträchtlich.

Wenn es in einem Jahr sehr viele Früchte gibt, spricht man von Mastjahren.

Die Rot-Buche ist nicht die Buche mit den roten Blättern. Die Buche mit den roten Blättern ist die Blutbuche und eine Varietät der Rot-Buche. Die Rot-Buche hat meist grüne Blätter und gilt als Königin des Waldes.

Karl dem Großen war ein großer Förderer von Bäumen. In seinen Kapitularien (Capitulare de Villis) nannte er unter anderem verschiedene Bäume, die in allen kaiserlichen Gütern angepflanzt werden sollten, sofern es die klimatischen Bedingungen zuließen. Hier die Bäume, für die sich Karl der Große 800 n. Chr. entschieden hat:
Apfelbaum, Birnbaum, Echter Lorbeer, Echter Walnussbaum, Esskastanie, Feige, Gemeine Hasel, Mandel, Maulbeerbaum, Mispel, Pflaumenbaum, Pfirsich, Pinie, Pomeranze, Quitte, Sauerkirsche, Speierling, Süßkirsche.

Die Römer brachten den Obstbau mit Kulturformen nach Deutschland. Und brachten folgende Bäume gleich mit: Apfelbaum, Edelkastanie, Quittenbaum, Kirschbaum, Pflaumenbaum und Walnussbaum.

Der Apfelbaum ist vielleicht der beliebteste Obstbaum der Welt. Und das bei seinem botanischem Namen! Malus lateinisch für schlecht, böse, übel. In der jüdischen und christlichen Überlieferung brachte der Apfel viel Übel über die Menschen. Man denke an die Geschichte von Adam und Eva.

Auch die Geschichte vom Trojanischen Krieg beginnt mit einem Apfel, nämlich mit dem Apfel der Zwietracht. Dieser goldene Apfel wurde von der Göttin Erin mit der Aufschrift „Für die Schönste“ bei der Hochzeit des Peleus mit der Thetis eingeschleust, aus Rache darüber, dass sie nicht eingeladen war. Aus dem daraus folgenden Streit zwischen Hera, Athene und Aphrodite entwickelte sich dann der Epos um Troja und danach die Odyssee.

Der Apfel steht auch am Anfang der modernen Physik. Weil ein Apfel auf seinen Kopf gefallen ist, begann Isaac Newton über die Gesetze der Schwerkraft nachzudenken.

Eines der erfolgreichsten Unternehmen der Welt heißt einfach nur Apfel (Apple). Und ihr erstes Produkt der Mac, ist nach einer Apfelsorte benannt (MacIntosh).

Der Name Ginkgo geht auf einen Schreibfehler zurück und müsste eigentlich Ginkyo heißen. Ginkyo ist chinesisch für Silberaprikose.

Der Ginkgo ist der einzige lebende Vertreter einer ganzen Baumfamilie, der Ginkgoales. Er ist 200 Millionen Jahre alt und hat sich in dieser langen Zeit kaum verändert.

Die Hainbuche wurde schon von den Germanen für die Bepflanzung von Hecken benutzt. Diese Hecken wurden als natürliche Zäune für Viehweiden benutzt, aber auch für die Verteidigung. Dazu wurden einzelne Hainbuchen so miteinander verflochten, dass undurchdringliche grüne Wände entstanden, die mehrere Meter breit werden konnten. Die Hainbuche wurde deshalb auch Hagebuche genannt.

Eichen werden auch als Tierheim der Natur bezeichnet. Bei uns gibt es wohl keine andere Baumart, die Lebensraum für so viele unterschiedliche Tierarten bietet wie die Stiel- und Trauben-Eiche. Mindestens zwei Tiere sind auch nach der Eiche benannt: Eichhörnchen und Eichelhäher. Einige Insekten, wie beispielsweise der Eremit, sind auf Eichen angewiesen und können nur auf ihm überleben.

Eiche, Pappel und Weide können junge Zweige abwerfen, wenn es im Sommer zu trocken wird. Diese Absprünge helfen den Bäumen, ihre Verdunstungsfläche zu reduzieren. Die Eiche hat daneben noch ein anderes Survivalprogramm: Wenn sie merkt, dass in einem Jahr genügend Licht und Wasser vorhanden ist, kann sie einen zweiten Austrieb starten. Dieser wird auch Johannistrieb genannt, weil er um den Johannistag geschieht (24. Juni). Diese Triebe können dann genauso lang werden wie die Frühjahrstriebe.

Die Walnuss galt bei den Griechen und bei den Römern als Speise der Götter. Die Römer nannten sie Eicheln des Jupiter (jovis glans). In ihrem botanischen Namen Juglans Regia schimmert das noch durch: Regia heisst königlich.

In Deutschland ist 32% der gesamten Fläche mit Wald bedeckt. In Österreich 48 % und in der Schweiz 29 % der gesamten Fläche.

 Laut der Schweizer Biologin und Wissenschaftsjournalistin Florianne Koechlin, kennt unsere Wissenschaft bereits an die 2000 Duftstoff-Vokabeln aus 900 Pflanzenfamilien. Diese Duftstoff-Vokabeln sind das Alphabet, wie Pflanzen miteinander kommunizieren.

Eine ausgewachsene Buche mit einem Kronendurchmesser von fünfzehn Metern hat etwa 600‘000 Blätter. Diese ergeben zusammen eine Fläche von etwa 1200 Quadratmetern. Jedes Blatt ist dabei einzigartig.

Ein erwachsener Walnussbaum kann 50 Kilogramm Nüsse pro Jahr hervorbringen.

Der Name Walnuss entwickelte sich aus dem Wort „Welschnuss“. Welsch war eine germanische Bezeichnung für die Römer und ihre lateinische Kultur. Das zeigt die Geschichte der Walnuss in Deutschland auf: Sie verbreitete sich über die Römer und ihre Siedlungen in ihrem gesamten Reich.

Bäume nutzen gerne Tiere, um sich und ihre Nüsse zu verbreiten. Ein ausgewachsener, Walnussbaum gibt beispielsweise jedes Jahr zwischen 10‘000 und 12‘000 Nüsse ab. Viele davon werden von Tieren versteckt. Wenn diese Nuss dann vergessen geht, kann sie an einem neuen Standort Wurzeln schlagen. Diese Strategie nennen wir auch Versteckausbreitung.

Der Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) war als Fossil schon länger bekannt. Doch wurde er erst 1941 als lebender Baum in China entdeckt. Dort existieren bis heute natürliche Populationen. Seitdem wird er weltweit in Parks angebaut.

Die Hainbuche war früher auch als «Eisenbaum» bekannt. Ihr Holz wurde für Werkzeuge und Gegenstände benutzt, die sehr hart sein sollten oder beständiger Abnutzung ausgesetzt waren. Wie beispielsweise Schreinerwerkezuge oder Mühlräder. Das Holz des Eisenbaumes hat auch einen enormen Brennwert.

Das Holz der Hainbuche ist das schwerste Holz, das bei uns wächst. Ein Kubikmeter Hainbuchenholz wiegt 800 Kilogramm. Das leichteste Nutzholz kommt von der Pappel und wiegt 400 Kilogramm pro Kubikmeter.

In Japan wird kein anderer Baum so verehrt wie der Kirschbaum. Jedes Jahr feiern sie ein Fest, wenn die Kirschen blühen. Diese Tradition nahezu tausend Jahre alt. Wenn die Bäume im Frühjahr in ihrer vollen Blütenpracht stehen, pilgern dort tausende von Menschen aufs Land, um sich der Pracht zu erfreuen. Die Kirschbäume in Kyoto sollen die schönsten sein. Kirschblüten sind auch ein beliebtes Motiv für Gedichte und Bilder.

Der Boden ist für den Klimaschutz extrem wichtig, weil dort unheimlich viel CO₂  im Boden gespeichert wird.

Ein 100 Meter hoher Baum benötigt im Schnitt 10 Tage, um das Wasser von den Wurzeln in die Krone zu transportieren.

«Eichen sollst Du weichen,
vor Fichten sollst Du flüchten,
Weiden sollst Du meiden
Buchen aber suchen»

Der höchste Laubbaum der Erde ist Centurion, ein Eucalyptus regnans in Australien. Er ist 100 Meter hoch.

Jede Minute wird im Amazonas eine Waldfläche in der Größe eines Fußballfeldes gerodet.

In Japan gilt der Ginkgo als Baum der Hoffnung. Sechs Bäume haben die Atombombe von Hiroshima überlebt.

Die Arche des Noah soll aus Zypressenholz gebaut worden sein.

Die langlebige Kiefer kann ein Alter von mehreren tausend Jahren erreichen. Eigenes abgestorbenes Holz schützt noch lebendige Teile des Baumes. Die älteste bekannte langlebige Kiefer ist 5062 Jahre alt und steht in den White Mountains. 

Libanon hat eine Zeder in seinem Wappen.

Der Baum mit den längsten Blättern ist die Raffiapalme (Raphia regalis). Ihre Blätter werden bis zu 25 Meter lang und 3 Meter breit.

Der Baum mit den größten Nüssen ist die Seychellennuss (Lodoicea maldivica). Ihre Nüsse können bis zu 50 cm lang werden und bringen ein Gewicht von bis zu 25 Kg auf die Waage.

Es gibt Bäume, die haben Luftwurzeln. Damit können sie Wasser aus der Luft aufnehmen.

Weltweit gibt es mehr als 60.000 Baumarten.

Ein alter Eichenbaum unterstützt etwa 2300 Arten. Davon sind 326 völlig abhängig von ihm.

Mehr als 700 Flechtenarten wachsen an Eichenstämmen und -ästen.

In einem Mastjahr kann eine Eiche 50’000 Eicheln produzieren.

In einem gewöhnlichen Wald beträgt der Laubabfall etwa drei Tonnen pro Hektar.

In Wäldern verbrauchen Mykorrhiza-Netzwerke ungefähr 30 % des Zuckers, den die Bäume durch Fotosynthese herstellen.

Die Robinie verdankt ihren Namen dem königlichen Hofgärtner Jean Robin (1550 – 1629). Dieser Mann liebte die Robinie so sehr, dass er diesen Baum in die Gärten der französischen Königsresidenzen einführte. Bis dahin kam die Robinie hauptsächlich in Nordamerika vor. Robin hielt die Robinie für eine Akazie.  

Maulbeerbäume wurden auch für die Seidenraupenzucht genutzt.

Unser heutige Birnbaum stammt von der Holzbirne ab. Die Griechen veredelten den Baum so, dass aus den kleinen und sauren Holzbirnen große und süße Früchte wurden. Die Holzbirne wächst heute noch in europäischen Wäldern, ist allerdings nur noch selten anzutreffen.

Landwirtschaftliche Flächen mit Edelkastanien werden Selven genannt. Im schweizerischen Bergell gibt es diese alten Kulturlandschaften noch immer.

Birken wurden bereits von den alten Germanen angebohrt, um daraus Birkenwasser zu gewinnen. Heute kann man Birkenwasser auch in Reformläden kaufen.

Die wasserdichte Birkenrinde wurde von den indigenen Völkern Nordamerikas benutzt, um wasserdichte Kanus zu bauen.

Ein großer Teil von Venedig steht auf Pfählen, die aus Erlen und Eichenholz hergestellt wurden.

Weltweit gibt es gegen die 20’000 Apfelsorten. 2000 Apfelsorten werden in Mitteleuropa kultiviert.

Ein Baobab kann mehr als 5400 Liter Wasser speichern.

Kakao war die Maya ein Geschenk der Götter.

Der Kaffeebaum stammt aus dem südwestlichen Äthiopien. Er wächst dort teilweise heute noch wild in den Wäldern.

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Andreas H.
Baumexperte und Dipl. Kulturanthropologe
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